Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

4.11.2014

Café GM 26

In einer Seitenstraße vom Walther-Schreiber-Platz, gleich neben dem Titania Palast, gibt es seit Juni 2014 ein für Steglitzer Verhältnisse Café neuen Stils.

Foto: www.p4photo.de

Schon äußerlich hebt sich das alte einstöckige Gebäude mit großer Toreinfahrt vom gegenüberliegenden Forum Steglitz und dem gesamten Ambiente der nahen Schloßstraße ab. Früher war an dieser Stelle ein Geschäft für kleinere Motorräder, dann standen die Räume lange leer. Jetzt ist das Haus, zu dem ein schöner Hof und eine Remise gehören, weiß gestrichen und renoviert. Äußerlich bleibt das Café jedoch  unauffällig, denn relativ klein steht GM 26 neben der Eingangstür. An einer Außenwand des Hauses weist ein weiteres Schild auf den Ort hin, aber auch da muss man schon genauer hinschauen.

Die beiden Betreiber, Torsten Kilian und Thiemo Napirski, haben die Räumlichkeiten vor einem Jahr gemietet. Endlich hatten sie geeignete Räume gefunden, um ihre Vision von Café und Fotostudio zu verwirklichen. Die beiden hatten schon länger in Bezirken wie Prenzlauer Berg oder Wedding gesucht, nur zufällig wurden sie auf das leerstehende Geschäft im bürgerlichen Steglitz aufmerksam. Sie recherchierten nach dem Eigentümer und schafften es, ihn von ihrer Idee zu überzeugen und somit das Gebäude nicht abzureißen. Dann wurde fast 8 Monate renoviert. Bis auf die Fassade wurde alles erneuert. Das, was möglich war, haben die beiden mit Unterstützung von Familie und Freunden selbst gemacht.

Betritt man das Café, so besticht zuerst das ungewöhnliche Ambiente. Das Mobiliar ist bunt zusammengewürfelt und stammt von Flohmärkten, Werkstattauflösungen und Sperrmüll und wurde bei Bedarf aufgearbeitet. Das Holz, aus dem der interessante Tresen gefertigt wurde, stammt aus einer alten Scheune. Dazwischen finden sich aber auch einige moderne Möbelstücke. Liebevoll ist diese Mischung aus alt und neu gestaltet und erzeugt eine besondere Atmosphäre, irgendwie "trendy".
 Das GM 26 bietet an Getränken alles, was das Herz begehrt : Vom  Cappucchino über 20 verschiedene Limonaden, lokale Biere und verschiedene Weine. Die Preise sind moderat. Zum Essen gibt es leckere Kuchen, zum Teil selbst gebacken, und jetzt im Herbst täglich wechselnde Suppen. Das Speiseangebot soll in Zukunft vergrößert werden.  

T. Napirski und T. Kilian führen zum ersten Mal in ihrem Leben ein Café. Sie sind von Beruf Fotografen und haben sich vor vielen Jahren bei der Arbeit als Pressefotografen kennengelernt. Beide entwickelten mit der Zeit die ungewöhnliche Idee gleichzeitig ein Fotostudio und ein Café zu betreiben. Sie haben noch viele weitere Ideen.  Im oberen Stock des Hauses gibt es einen großen Raum.  Dieser ist häufiger der Kultur gewidmet. An den Wänden hängen Bilder von wechselnden Künstlern und ab Oktober  gibt es Lesungen und Theaterstücke. So findet zum Beispiel am 13.11.14 eine Lesung mit Martina Hartmann und Jens Wawrczeck statt .  Außerdem veranstalten die beiden dort seit September sonntags sogenannte " Tatortabende ". Das bedeutet ganz einfach, dass man -- wie früher- in der Kneipe zusammen den Tatort anschaut. Hier werden die beiden ihrem Anspruch, ein Kiezcafé zu sein, wirklich gerecht. Übrigens, wer sein Sofa loswerden möchte, findet im GM 26 dankbare Abnehmer.

Neben den Caféräumen befindet sich das Fotostudio, denn die beiden wollen ja Café und Fotostudio an einem Ort.  Von außen sieht man bis jetzt nur ein großes Schaufenster, das teilweise verdeckt ist und neugierig macht. Das Studio ist komplett eingerichtet. Hier finden zeitweise Mode Shootings statt, aber eigentlich soll es ein ganz normales Fotostudio werden, das bedeutet Passfotos oder Portraitfotos für jedermann. Hinter dem Haus liegt ein idyllischer Innenhof, in dem man an warmen Tagen sitzen kann und sich ganz weit von der Stadt fühlen darf.
Übrigens, der Name des Cafés, GM 26,  bedeutet ganz einfach Gutsmuthsstraße 26.
Öffnungszeiten : Montag  + Sonntag 16 h - ca. 22. 30 h, Dienstag bis Samstag 11 h - ca. 22.30 h

Christine Sugg

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