Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

25.10.2018

BVG Bushaltestelle als Mahnmal

Die BVG Bushaltestelle vor dem Hotel Sylter Hof in der Kurfürstenstraße 114-116 ist als ein Mahn-Ort gestaltet worden.

Foto: Elfie Hartmann

Fotos aus dem zweiten Weltkrieg und dazu gehörige Texte erinnern an Adolf Eichmann und an den Ort, wo sich seine Diensträume befanden. Der „Bürokrat des Todes“ war ab dem Jahre 1941 SS-Obersturmbannführer, übernahm bereits 1939 die Leitung der von Reinhard Heydrich eingerichteten „Reichszentrale für jüdische Auswanderung“ in Berlin. Im Haus Kurfürstenstraße 115/116 war er die zentrale Figur der Deportation von mehreren Millionen Juden in Ghettos und Konzentrationslager.

Nach Kriegsende lebte er von 1946-1950 mit gefälschten Papieren weiterhin in Deutschland unerkannt, emigrierte dann nach Argentinien. Dort lebte er unter dem Namen Ricardo Klement in Buenos Aires, wohin ihm seine Frau und ihre drei Söhne folgen konnten. Er arbeitete -u.a- in einer Mercedes-Benz-Fabrik als Mechaniker.

1960 wurde er vom israelischen Geheimdienst ausfindig gemacht und gekidnappt. Kurze Zeit später überführt man ihn nach Israel. (Zwischen Argentinien und Israel bestand kein Auslieferungsabkommen) Vor Gericht bekannte er sich als nicht schuldig, wurde jedoch in erster und zweiter Instanz zum Tode verurteilt und kurz darauf hingerichtet.

Historische Fotos und Texte sind an der Bushaltestelle Schillstraße zu sehen. Die Bus-Linie 100 setzt an der Station Zoologischer Garten, bzw. der Endhaltestelle und Busbahnhof  Hertzallee ein.

Elfie Hartmann