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02.03.2011 / Projekte und Initiativen

„Brot und Rosen!“ - 100 Jahre Internationaler Frauentag

Der Internationale Frauentag blickt mit seinen 100 Jahren auf eine lange, abwechslungsreiche Tradition zurück. Er entstand im Kampf um Gleichberechtigung und Wahlrecht für Frauen.

Initiiert durch Clara Zetkin (1857-1933), fand der erste Internationale Frauentag am 19. März 1911 statt. Millionen von Frauen in Dänemark, Deutschland, Österreich, der Schweiz und den USA beteiligten sich.
Die zentralen Forderungen waren:
Kampf gegen den imperialistischen Krieg, Wahl- und Stimmrecht für Frauen, Arbeitsschutzgesetze, ausreichender Mutter- und Kinderschutz, der Achtstundentag, gleicher Lohn bei gleicher Arbeitsleistung und Festsetzung von Mindestlöhnen Forderungen, die auch nach 100 Jahren an Aktualität nichts verloren haben.

Mit dem politischen Wandel in Deutschland wandelte sich auch der Internationale Frauentag: die Rolle der Frau = Ehefrau und Mutter. 1932 wurde der Frauentag von den Nationalsozialisten verboten und durch den Muttertag ersetzt. Nach dem 2. Weltkrieg fanden in der sowjetischen Besatzungszone bereits 1946 wieder Feiern zum Frauentag statt. In Westdeutschland kam der Frauentag erst in den späten 60er Jahren durch die neue, autonome Frauenbewegung zur erneuten Entfaltung. Der 8. März wurde zu einer wichtigen Plattform der Frauenbewegung.
Und warum trägt der diesjährige Frauenmärz das Motto „Brot und Rosen“? 1986 feierte der Frauentag seinen 75. Geburtstag. Er stand unter dem Motto: Wir wollen Brot und Rosen! Brot steht für:
Recht auf Arbeit, gerechte Entlohnung, gleiche Bildungs- und Ausbildungschancen, menschgerechte Arbeitsbedingungen, berufliche Entfaltung und Fortentwicklung, eigenständige soziale Sicherung für die Frau.
Rosen steht für: die Möglichkeit, mit Kindern zu leben und berufstätig zu sein, familiengerechte Arbeitszeiten, die Befriedigung kultureller Bedürfnisse, eine menschenwürdige Wohn- und Lebensumwelt, die gleichberechtigte Teil-habe von Männern an Hausarbeit und Kindererziehung, humane Politikformen, Toleranz und Frieden.
Diese Forderungen sind bis zum heutigen Tag noch nicht erfüllt. Weiterhin gilt: „Frauen, die nichts fordern, werden beim Wort genommen. Sie bekommen nichts.“ (Simone de Beauvoir)

Dementsprechend ist es eine große Freude, dass Anke Domscheid-Berg am Freitag, den 4.3. um 19h im Gemeinschaftshaus Lichtenrade den Frauenmärz eröffnen wird. Sie ist Trägerin des Berliner Frauenpreises 2010. Als ehemalige Kunststudentin und alleinerziehende Mutter ist sie ihren Weg zu einer führenden Position bei Microsoft gegangen. Sie kennt die „gläserne Decke“, scheut weder Arbeit noch Auseinandersetzungen und hat immer die Maxime, Familie und ein anspruchsvolles Arbeitsleben miteinander zu verbinden.

Ute Knarr-Herriger

Mit dem Frauenmärz erlebt der Bezirk ein attraktives Kulturprogramm, nachzulesen im Internet unter www.frauenmaerz.de

Fr 04.03.2011, 18 Uhr
Gemeinschaftshaus Lichtenrade, Lichtenrader Damm 198-212, 12305 Berlin
Eröffnungfest mit Peppermint Club, Kabarett Korsett, Sandra Kreisler, Suse Klemm & Frau Müller u.v.a.

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