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1.11.2016

Böse Überraschung

Seit diesem Jahr ist die Königin-Luise-Gedächtniskirche eingerüstet, nach über 100 Jahren soll sie grundlegend saniert werden.

Fotos: www.heinrich-hermes.de

Inmitten der Häuserreihen auf der „Roten Insel“ fällt die Königin-Luise-Gedächtniskirche durch ihre besondere Erscheinung auf. Selbst wer den Namen der Kirche nicht sofort parat hat, diesen Teil von Schöneberg aber kennt und die Stichwörter „Kuppeldach“ und „Kirche am Gustav-Müller-Platz“ hört, weiß sofort, welche Kirche gemeint ist. Der neobarocke Bau mit dem prägnanten Rundbogenfenster über dem Eingang ist eines der auffälligsten Gebäude in dieser Gegend. Die Kirche wurde nach Plänen des Friedenauer Architekten Fritz Bergers gebaut und 1912 fertig gestellt. Der anfangs nicht unumstrittene Name wurde im Gedenken an Luise von Preußen gewählt. Im Zweiten Weltkrieg blieb die Kirche weitgehend von größeren Schäden verschont. Nach Instandsetzungsarbeiten in der Nachkriegszeit wurde sie 1962 erstmals in Teilen saniert. In den 70er Jahren wurde das frühere rote Ziegelrunddach – dem Zeitgeist geschuldet – durch graue Zementschindeln ersetzt. Inzwischen steht die Königin-Luise-Gedächtniskirche unter Denkmalschutz.

Seit diesem Jahr ist die Königin-Luise-Gedächtniskirche eingerüstet, nach über 100 Jahren soll sie grundlegend saniert werden. Im geplanten Zeitraum von 2016 bis 2020 ist u. a. die Sanierung der Fassaden einschließlich Fenstern und Türen vorgesehen. Auch eine Neugestaltung des Außenbereichs der Kirche soll durchgeführt werden. Bei der Kuppeldachkonstruktion sollen die grauen Zementschindeln durch rote Biberschwanzdachziegeln ersetzt werden, die den denkmalgerechten und ursprünglichen Zustand wiederherstellen und aus der dunkelgrauen wieder eine rote Kuppel machen.

Bei Sanierungsarbeiten an der Fassade wurde Echter Hausschwamm in den hölzernen Teilen der Dach-konstruktion gefunden. Der Echte Hausschwamm ist ein Pilz, der sich in verbautem Holz ansiedelt und dieses zerstört. Durch die nun zusätzlich notwendige Behandlung und Beseitigung des Echten Hausschwamms fallen zusätzliche Kosten in Höhe von mindestens 90.000 Euro an, die der Kirchen-gemeinde fehlen. Die Königin-Luise-und Silas-Kirchengemeinde bittet deshalb die Bevölkerung um Spenden.

Das Spendenkonto lautet:
Kirchliches Verwaltungsamt
Berlin Mitte-West,
Berliner Sparkasse
DE42 1005 0000 0190 6655 05,
Verwendungszweck:
KLSG – Kirchensanierung.

Weitere Informationen zu den Sanierungsarbeiten können Sie sich unter klg.d-4.de finden. Die Webseite der Königin-Luise-und Silas-Kirchengemeinde finden Sie unter http://www.klsg.de

Isolde Peter

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