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3.07.2019

Besichtigung des Breslauer Platzes

Am sonnenbeschienenen Nachmittag des 20. Juni traf Stadträtin Heiß (Grüne) in Begleitung von Marktaufsicht und Vertretern der SPD und der Grünen mit der Bürgerinitiative Breslauer Platz zusammen, um bei einer gemeinsamen Begehung des Platzes seinen gegenwärtigen Zustand in Augenschein zu nehmen.

Breslauer Platz. Foto: Thomas Protz

Jo Glässel als Sprecher der BI beklagte die mangelhafte Sorgfalt des Bezirksamts bei der Sicherstellung eines ansehnlichen und zum erfreuten Aufenthalt einladenden Zustands des Areals.

Die Bänke seien zum Teil beschädigt und beschmiert. Die Pflanzencontainer seien ebenfalls verunstaltet. Die Pflasterung sei an vielen Stellen „aus den Fugen“, weil diese infolge einer mangelhaften Bauausführung entweder versandet oder sogar bis zu 3 cm tief ausgehöhlt seien. Einige Fahrradbügel seien verbogen und hätten ihre Schutzfarbe eingebüßt. Auch sei die BVG als Eigentümerin des Pavillons zur Beseitigung der Beschmierungen an der platzzugewandten Rückseite zu verpflichten und die BSR zur besseren Säuberung des Bankgevierts zu veranlassen.

Es sei zudem die verabredete Ausstattung des Platzes immer noch nicht abgeschlossen. Es fehlten nach wie vor die Hinweisschilder zur Marktaufstellung und zur Platzhistorie. Ebenso fehle die grün eingefasste Platzabrundung im Bereich Niedstraße/Rheinstraße, bei der auch eine Kombination aus Sitzbänken und Hochbeeten zum Einsatz kommen könne. Es fehle nach wie vor die Fertigstellung des Platzumbaus zur Schmargendorfer Straße hin und es fehle weiterhin ein akzeptabler Brunnen. Das im Mai aufgestellte Exemplar der Berliner Wasserwerke sei sowohl optisch wie funktional völlig unzureichend und dessen Akzeptanz von Seiten des Bezirksamts unverständlich, auch wenn Aufstellung und Betrieb kostengünstig seien. Zudem fehle die versprochene Bodenentwässerung für den Marktbetrieb. Darüber hinaus fehle die Pflege der Baumscheiben an der Lauterstraße, deren halbhohe Lattenumrandungen gern als Sitzfläche von Marktbesuchern genutzt werden. Ohne die Bepflanzung durch die Betreiber der Gaststätte „Lula“ wären diese Beete längst vollständig zugemüllt.

Vor allem aber fehlt die seit Jahren beschlossene Stilllegung der Lauterstraße im Platzbereich und die damit verbundene Einrichtung einer den fußläufigen Nutzern vorbehaltenen Fußgängerzone, um den Platz auch an den marktfreien Tagen mit Leben zu erfüllen. Wie Frau Heiß im Verlauf des Rundgangs mitteilte, befindet sich die Angelegenheit „im Geschäftsgang“, so dass in der nächsten Zeit mit einer diesbezüglichen Veröffentlichung im Amtsblatt und der Aufstellung der entsprechenden Beschilderung zu rechnen ist. Dazu ist anzumerken, dass eine Initiative von Senatorin Kalayci (SPD) zu Beginn des Jahres nötig war, um die trotz zahlreicher Bemühungen der BI erneut ins Stocken geratene Umsetzung des seit gefühlten Urzeiten beschlossenen Vorhabens wieder flott zu machen.

Im Rahmen der nunmehr amtlicherseits angeordneten Stilllegung der Lauterstraße soll im Platzbereich für das dortige Gewerbe eine Anlieferungszeit zwischen 6 und 10 Uhr erlaubt sein, weswegen auch keine gesonderten Anlieferzonen etwa an der Niedstraße eingerichtet werden müssen. Allerdings soll auch die von der BI im Auftrag der örtlichen Rechtsanwälte und Ärzte vorgeschlagene Kurzparkerzone an der Rheinstraße nun doch nicht verwirklicht werden, weil verwaltungsseitig vorgezogen wird, zur Beschleunigung des Busverkehrs den gesamten Parkstreifen unmittelbar vor der dortigen Bushaltestelle entfallen zu lassen.

Radfahrer sollen nach dem Willen des Bezirksamts weiterhin die dann stillgelegte Lauterstraße im Schritttempo befahren dürfen, weswegen auch die Ampel bleiben muss. Aus Sicht der BI ist das eine unverständliche Idee, weil die Rheinstraße ohne Zeitverlust auch über die platzseitige Niedstraße bequem zu erreichen ist.

Am Ende des Rundgangs sagte die Stadträtin zu, im Herbst den dann erreichten Stand der Dinge  erneut mit der BI zu besprechen.                                                                                

Ottmar Fischer

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