Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

02.04.2022 / Menschen in Schöneberg

Ayten Dogan

Von Eva Schenk. Ayten Dogan gehört seit den Bezirksverordnetenwahlen 2021 der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof-Schöneberg an. Als eine von 15 Bezirksverordneten der SPD ist sie Schulpolitische- und Integrationspolitische Sprecherin. Sie sitzt im Kulturausschuss und im Ausschuss für Grünflächen und das Ordnungsamt. Also sie hat mächtig viel zu tun in ihren neuen Funktionen. Mit ihr habe ich ein Gespräch über ihre Arbeit führen können.
Foto: BVV-Büro Tempelhof-Schöneberg

Ayten Dogan ist von Beruf Sozialwissenschaftlerin und hat sich viel mit der Frage beschäftigt, wie es gelingt, dass Jugendliche trotz schwieriger Voraussetzungen Bildungserfolge erzielen.
Was kann man tun, habe ich sie gefragt? „Man darf nicht zulassen, dass Kinder separiert werden. In sozial schwachen Nachbarschaften mit vielen Kindern mit Einwanderungsgeschichte brauchen wir vor allem Lehrer mit Einwanderungsgeschichte, da diese einen besonderen Zugang zu den Schülern haben“, höre ich sie antworten.

In der Integrationspolitik ist es Ayten besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine Sprachausbildung und eine Berufs- und Studienorientierung bekommen. „Die Gleichwertigkeit der Schul- und Berufsabschlüsse der Erwachsenen muss möglichst schnell anerkannt werden. Auch persönliche besondere Fähigkeiten sollten besser anerkannt werden.“ Vorbildlich ist nach Ayten Dogans Meinung die Aufnahme von Geflüchteten in die Ausbildung bei den Berliner Wasserbetrieben.

„Oft scheitern die Geflüchteten an der Fachsprachenprüfung, zum Beispiel dauert die Anerkennung von ausgebildeten Ärzten aus Syrien bis zu 2 Jahren. Wir brauchen qualifizierte Neuzuwanderer, aber wir legen die Hürden viel zu hoch“, meint Ayten Dogan.
Weiter führt sie aus: „Ein großes Problem ist, dass Menschen mit Duldung, zum Beispiel aus Afghanistan, nicht arbeiten dürfen und auch nicht in eine Berufsausbildung kommen können. Hier müssen gesetzliche Regelungen geändert werden. Egal, welche Bleibeperspektive die Geflüchteten haben, wir müssen sie auf dem Arbeits- und Ausbildungsmarkt zulassen. Wir brauchen sie in unserer Gesellschaft. Die Landes - und Bezirksebene stehen vor einem Personalumbruch und müssen deshalb auch Neuzuwanderer und Jugendliche mit Migrationsgeschichte ansprechen. Außerdem sollten Frauen besonders für technische Berufe zum Vorstellungsgespräch ermutigt, eingeladen und ausgebildet werden. Viel zu einseitig ist unsere Ausbildung an Hochschulabschlüssen orientiert“, sagt die Bezirksverordnete. Ayten Dogans Positionen sollten wir ernst nehmen und diskutieren.

Neben der Integrationspolitik setzt sich Ayten Dogan für öffentliche Plätze ein. Dürerplatz und Gratzer Platz müssen schöner und sauberer, die Hecken verkürzt, Tische und Bänke aufgestellt werden. Die bestehenden Anwohnerinitiativen will sie stärken, um auch Nachbarschaften mit vielen eingewanderten Bürgern gut zu gestalten.

Ayten Dogan ist Sprecherin der Bürgerinitiative „Friedenau hilft“ und setzt sich mit ihrer Schwester Fatma besonders für das Upcycling von gebrauchten Fahrrädern ein. Helme und Schlösser werden beschafft, sichere Fahrräder, Fahrradkurse und ein Fahrradführerschein für geflüchtete Frauen und Jugendliche verbessern die Mobilität und machen das Leben bei uns sicherer.

Ayten Dogan ist zupackend, ihr Optimismus und ihre Lebensfreude stecken an und ich wünsche ihr viel Erfolg im Interesse aller Bürger in unserem schönen Bezirk.

Nun kommen neue Flüchtlingswellen aus der Ukraine, wir dürfen die neuen Flüchtlinge nicht gegen die alten Flüchtlinge ausspielen. Wie können wir die verschiedenen Flüchtlingswellen integrieren? Die Antworten darauf und die Lösungen, die wir finden, werden wichtig sein für unsere Stadt und unser Land. Darin bin ich mich mit der Abgeordneten der BVV einig.

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