Zur Orientierung für Menschen mit Behinderungen

22.12.2019 / Stadtteilzeitung separat (Zeitungsinhalte)

Aufenthaltsqualität im Park

VOn Parkläufern und Parkmanagern im Nelly-Sachs-Park und dem Kelistpark
Stadträtin und ihre Jungs . Foto: Pressestelle BA TS

Wer den Altweibersommer zu nutzen pflegt, um noch einmal eine Mütze voller Sonne einzufangen, bevor es ernst wird mit dem Wetter, kann seine Streifzüge nun unbesorgt auch auf jene Parkflächen ausdehnen, die er bislang eher gemieden hat, um nicht in Konflikte mit Drogendealern, Komasäufern oder Obdachlosen zu geraten. Denn nach einer erfolgreich abgeschlossenen Erprobung im Görlitzer Park in Kreuzberg hat die Senatsverwaltung nun auch für die übrigen Bezirke das Geldsäckel geöffnet und ihnen die Finanzierung von Parkwächtern angeboten. Nur heißen sie nicht mehr so. Stattdessen führen sie den Titel „Parkläufer“, und ihr Chef heißt „Parkmanager“. Und was das für Schöneberg bedeutet, hat Stadträtin Heiß (Grüne) am 19. 9. der Presse im Rahmen eines Ortstermins vor der Kulisse des Kammergerichts im Kleistpark erläutert.

Danach sollen die an ihren grünen Ranger-Jacken leicht zu identifizierenden Ordnungshüter in Doppelstreifen  zunächst im Nelly-Sachs-Park und im Kleistpark eingesetzt werden, weil dort bereits ein entsprechender Ordnungsbedarf festgestellt wurde, und zwar in einem Zeitfenster von 13 Uhr bis 1 Uhr nachts. Doch später sollen die Kontrollgänge auch auf die übrigen Parkanlagen in Schöneberg ausgedehnt werden. Die eingesetzten Kräfte sind mehrsprachig, sozialpädagogisch geschult und haben keine Polizeibefugnisse. Vielmehr sollen sie durch Überzeugungsarbeit wirken und nur im Notfall die Polizei verständigen. Gedacht ist auch an die Entwicklung einer zweigleisigen Vorgehensweise unter Hinzuziehung von Fachabteilungen des Bezirksamts, wie etwa Gesundheits-, Sozial-, oder Jugendamt. Und natürlich ist auch die Zusammenarbeit mit dem Ordnungsamt vorgesehen, deren Straßenläufer ja auch an den Parks vorbeikommen. Es sollen zudem Bauwagen als Stützpunkte für die Mannschaft aufgestellt werden, die der Bevölkerung auch als Anlaufstelle für Hinweise dienen sollen. Doch befinde sich alles noch in der Erprobungsphase, so die Stadträtin.

Ottmar Fischer

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